Was ist eine Patellaluxation?
Eine Patellaluxation beschreibt das plötzliche Herausspringen der Kniescheibe (Patella) aus ihrer natürlichen Position im Kniegelenk. Dabei gleitet die Patella meist nach außen (lateral) aus der Gleitrinne des Oberschenkelknochens – häufig ausgelöst durch eine Verdrehung, einen schnellen Richtungswechsel oder einen direkten Schlag aufs Knie. Typische Folgen sind starke Schmerzen, Schwellung, ein deutliches Instabilitätsgefühl und eine eingeschränkte Beweglichkeit. Besonders junge, sportlich aktive Menschen sind häufiger betroffen. Eine gezielte physiotherapeutische Behandlung kann helfen, Stabilität und Kontrolle im Knie wieder aufzubauen.
Unsere Leistungen
Ursachen und Symptome einer Patellaluxation
Physiotherapeuten betrachten den Menschen in seiner Gesamtheit mit seinen individuellen persönlichen, familiären, beruflichen und sportlichen Belastungen und dem Einfluss von Stress, und erarbeiten als ganzheitlich denkende Gesundheitsdienstleister gemeinsam mit dem Patienten ein Gesamtkonzept, das sich an den zuvor festgelegten Zielen orientiert. Dabei stehen die Symptome Schmerzen und Bewegungseinschränkung im Vordergrund.
Typische Auslöser einer Patellaluxation sind plötzliche Drehbewegungen des Knies (z. B. beim Sport), abruptes Abbremsen, schnelle Richtungswechsel oder Landungen nach Sprüngen. Auch Stürze oder ein direkter Schlag aufs Knie können dazu führen, dass die Kniescheibe (Patella) aus ihrer natürlichen Führung springt. Bei manchen Menschen begünstigen anatomische Faktoren das Problem, etwa eine X-Bein-Stellung, eine hochstehende Patella (Patella alta) oder eine flachere Gleitrinne am Oberschenkelknochen. Zusätzlich können muskuläre Schwächen (z. B. im Oberschenkel und an der Hüfte), eine Bindegewebsschwäche oder eine bereits erlebte Luxation das Risiko erhöhen.
Häufige Symptome sind ein akuter Schmerz im vorderen Kniebereich, eine sicht- oder tastbare Fehlstellung der Kniescheibe sowie eine rasche Schwellung durch Gelenkerguss. Oft ist die Beweglichkeit deutlich eingeschränkt, das Auftreten fällt schwer und es besteht ein ausgeprägtes Instabilitätsgefühl beim Gehen oder Belasten. Nach dem Ereignis können Druckschmerz (oft an der Innenseite des Knies), Blutergüsse und ein unsicheres Gefühl beim Treppensteigen oder bei sportlichen Bewegungen anhalten. Manche Betroffene berichten zusätzlich über ein Blockadegefühl oder Angst vor einer erneuten Luxation. Bei anhaltend starken Schmerzen, deutlicher Schwellung oder wenn das Knie nicht belastbar ist, sollte ärztlich abgeklärt werden, ob Begleitverletzungen (z. B. an Knorpel oder Bändern) vorliegen.
Behandlung der Patellaluxation – Physiotherapie in Köln-Neumarkt
Physiotherapeutische Behandlungsmaßnahmen finden in unserer Praxis immer als Einzelbehandlung statt. Für den ersten Termin planen wir mehr Zeit ein, um ein ausführliches Anamnesegespräch und eine gründliche Untersuchung durchführen zu können.
Ob konservativ oder postoperativ – die Physiotherapie spielt eine zentrale Rolle in der Behandlung und Prävention von wiederkehrenden Patellaluxationen.
In unserer Praxis im Herzen von Köln am Neumarkt bieten wir seit über 35 Jahren eine spezialisierte physiotherapeutische Betreuung bei Knieinstabilitäten und Sportverletzungen.
Konservative Physiotherapie bei Patellaluxation
Nach der Erstversorgung (z. B. Schienenbehandlung) beginnt die gezielte physiotherapeutische Reha. Unsere Ziele sind:
- Reduktion von Schmerzen und Schwellung
- Wiederherstellung der Beweglichkeit und Gangstabilität
- Stabilisierung des Kniegelenks durch gezielten Muskelaufbau – insbesondere des M. vastus medialis
- Beinachsentraining zur funktionellen Korrektur bei Fehlbelastungen
- Koordinations- und Gleichgewichtstraining, um die neuromuskuläre Kontrolle des Knies zu verbessern
- Training der Becken- und Rumpfstabilität, um die gesamte untere Extremität nachhaltig zu stabilisieren
Mit individuell abgestimmten Übungen und modernen Therapieverfahren unterstützen wir den Heilungsverlauf effektiv und langfristig.
Postoperative Physiotherapie nach Patellaluxation
Bei wiederholten Luxationen oder strukturellen Risikofaktoren kann eine Operation notwendig sein – z. B. eine MPFL-Rekonstruktion oder Versetzung der Tuberositas tibiae. Im Anschluss ist die physiotherapeutische Nachbehandlung entscheidend für den Therapieerfolg.
Unsere Therapiephasen:
- Ruhigstellung und Entlastung (mit Orthese)
- Sanfte Mobilisation des Kniegelenks
- Muskelaufbau, Beinachsentraining und Koordinationsübungen
- Alltags- und sportartspezifisches Training zur Rückkehr in Beruf und Sport
Auch in der postoperativen Phase sind Koordination, Gleichgewicht und Rumpfstabilität entscheidend für eine sichere Rückkehr zur vollen Belastbarkeit. Sie möchten Ihre Kniescheibe langfristig stabilisieren? Auf unserem Instagram-Kanal finden Sie regelmäßig Übungen zur Kniestabilität, Beinachsentraining und Tipps zur Verletzungsprävention.
Ihre Fragen –
unsere Antworten
Alles Wichtige auf einen Blick: Behandlung, Verordnung (Rezept) und organisatorische Fragen zur Patellaluxation.