Die Bedeutung von Osteopathie

Osteopathie bedeutet: Untersuchung und Behandlung von Funktionsstörungen und Bewegungseinschränkungen des gesamten Körpers.

Der ganzheitliche Ansatz einer osteopathischen Untersuchung und Behandlung bezieht alle Körpersysteme ein und funktioniert nach einem einfachen Prinzip: alles im Körper muss beweglich sein.
Neben den Gelenken der Extremitäten und der Wirbelsäule betrifft dies auch alle Organe und die Nervenbahnen.

„Der Schmerz kommt nicht immer von dort, wo der Patient ihn spürt“

„Mein gesamter Körper funktioniert ähnlich wie ein Spinnennetz. Ziehe ich oben an, schwingt es unten mit. Alles ist miteinander verbunden. Schwierigkeiten, den Mund weit zu öffnen, also eine Sperre des Kiefergelenks kann auch durch Organspannungen, z. B der Leber, hervorgerufen werden.

Die Hände des Osteopathen arbeiten wie Sensoren

Wirbelsäulenbeschwerden können durch eine eingeschränkte Beweglichkeit der Niere oder durch das Umknicken des Fußknöchels verursacht werden.
Und was sonst noch dazugehört: Haut, Knochen, Muskeln, Sehnen, Bänder, Gelenke, Blutgefäße, innere Organe sowie die Eingeweide nebst Blutgefäßen, Lymphbahnen und Nerven. Der Osteopath kann Organe und ihre Reaktionen durch die Haut tasten und behandeln.

Ein wichtiges Ziel: Die natürliche Beweglichkeit wiedergewinnen

Einen besonderen Platz nimmt der kraniosakrale Bereich ein, bei der ein Behandler etwa den Eigenrhythmus von Gehirn und Rückenmark ertastet, der an Schädelknochen (cranion) und Kreuzbein (sacrum) übertragen wird. Unregelmäßigkeiten in dieser Bewegung liefern Hinweise über Störungen im Organismus. Mit speziellen kraniosakralen Techniken kann der Osteopath Schädelknochen, Kreuzbein und andere Strukturen sanft unterstützen, ihre natürliche Beweglichkeit wiederzugewinnen, und so zum Beispiel Fehlhaltungen oder Kopfschmerzen auflösen.

Der ganze Mensch steht im Mittelpunkt

Die feinen, sanften Korrekturen tun besonders chronischen Schmerzpatienten gut. Weil in der der ganze Mensch im Mittelpunkt steht, interessiert sich der Osteopath gleichfalls für das soziale Umfeld seiner Patienten, für dessen Familie, den Beruf und das Freizeitverhalten. Ein Osteopath kann Fehlhaltungen, verspannte Muskeln, Verkrampfungen und Verklebungen im Gewebe, Rückenschmerzen oder die Folgen von Unfällen lindern und beheben. Das gilt auch für chronische Probleme des Bewegungsapparates sowie bei Schwindel, Kopfschmerzen und stressbedingten Beschwerden.
Akute Entzündungen, Krebs- oder regelrechte Stoffwechsel-Erkrankungen sind nicht Arbeitsgebiet eines Osteopathen.

FAQS

Ihre Fragen –
unsere Antworten

Alles Wichtige auf einen Blick: Behandlung, Verordnung (Rezept) und organisatorische Fragen zur Ostheopathie in unserer Praxis in Köln.

Wird Osteopathie von der Krankenkasse bezahlt?
Osteopathie ist bei gesetzlichen Krankenkassen meist keine Regelleistung, wird aber von vielen Kassen freiwillig als Satzungsleistung bezuschusst – je nach Krankenkasse mit unterschiedlichen Voraussetzungen (z. B. ärztliche Bescheinigung/Privatrezept, Qualifikationsnachweis, begrenzte Sitzungszahl/Jahr). Am besten prüfen Sie die Bedingungen direkt bei Ihrer Kasse. Gerne unterstützen wir Sie dabei.
Wer darf Osteopathie in Deutschland ausüben?
In Deutschland gilt Osteopathie in der Regel als Ausübung von Heilkunde. Diese dürfen grundsätzlich Ärzt:innen oder Heilpraktiker:innen durchführen. Wer nicht Ärzt:in ist, benötigt dafür typischerweise eine entsprechende Heilpraktiker-Erlaubnis.
Wie läuft eine osteopathische Behandlung ab?
Am Anfang stehen Anamnese (Ihre Beschwerden, Vorgeschichte, Ziele) und eine körperliche Untersuchung. Anschließend folgen individuell ausgewählte manuelle Techniken. Häufig bekommen Sie zusätzlich alltagsnahe Empfehlungen oder Übungen, damit die Behandlung nachhaltig unterstützt wird.
Bei welchen Beschwerden kann Osteopathie sinnvoll sein?
Osteopathie wird häufig bei muskulären Verspannungen, Rücken- und Nackenbeschwerden, Bewegungseinschränkungen oder funktionellen Problemen des Bewegungsapparats genutzt. Die Studienlage ist je nach Beschwerdebild unterschiedlich: Für muskuloskelettale Beschwerden gibt es Hinweise auf mögliche positive Effekte, während die Evidenz z. B. bei einigen anderen Indikationen begrenzt bzw. uneinheitlich ist.